Was ist eine Umsatzsteuervoranmeldung?
Die Umsatzsteuervoranmeldung ist eine regelmäßige Meldung, die umsatzsteuerpflichtige Unternehmer an das zuständige Finanzamt übermitteln. In dieser Meldung werden die im Meldezeitraum (Monat oder Quartal) von Gästen eingenommene Umsatzsteuer und die selbst für betriebliche Ausgaben gezahlte Umsatzsteuer (Vorsteuer) gegenübergestellt.
Das Ergebnis dieser Berechnung ist entweder eine zu zahlende Umsatzsteuerlast (Zahllast) an das Finanzamt oder ein Erstattungsanspruch (Vorsteuerüberschuss). Die Voranmeldung dient der unterjährigen Liquiditätssteuerung und Sicherung des Steueraufkommens. Sie ist eine Vorauszahlung auf die Jahresumsatzsteuer.
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von Lodgify
So funktioniert es
Der Prozess der Umsatzsteuervoranmeldung unterscheidet sich in den DACH-Ländern.
In Deutschland erfolgt die Übermittlung elektronisch über das ELSTER-Portal. Der übliche Meldezeitraum ist das Kalendervierteljahr. Betrug die Steuer des Vorjahres mehr als 7.500 Euro, ist die Meldung monatlich abzugeben. Die Frist ist jeweils der 10. Tag nach Ablauf des Voranmeldezeitraums.
In Österreich wird die Umsatzsteuervoranmeldung (UVA) über FinanzOnline eingereicht. Der Voranmeldezeitraum ist grundsätzlich der Kalendermonat. Bei einem Vorjahresumsatz zwischen 35.000 und 100.000 Euro ist das Kalendervierteljahr der Meldezeitraum. Die Frist ist der 15. des zweitfolgenden Monats.
In der Schweiz heißt der Vorgang MWST-Abrechnung und wird bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) über das Portal ESTV SuisseTax eingereicht. In der Regel wird quartalsweise abgerechnet. Die Abrechnung muss bis 60 Tage nach Ablauf des Abrechnungszeitraums eingereicht und die Steuer bezahlt werden.
Warum das wichtig ist
Für Gastgeber von Ferienunterkünften, die nicht unter die Kleinunternehmerregelung fallen, ist die fristgerechte Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung eine zentrale steuerliche Pflicht. Sie sichert die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und vermeidet Säumniszuschläge oder Schätzungen durch das Finanzamt. Gleichzeitig ermöglicht der Prozess den regelmäßigen Vorsteuerabzug, was den Cashflow verbessert, da gezahlte Mehrwertsteuer für betriebliche Anschaffungen und Dienstleistungen zeitnah erstattet wird.
Beispiele
- Ein Vermieter in Deutschland gibt seine Umsatzsteuervoranmeldung für das 2. Quartal (April bis Juni) bis zum 10. Juli über ELSTER ab.
- Eine Gastgeberin in Österreich reicht ihre monatliche UVA für Mai bis zum 15. Juli über FinanzOnline ein.
- Ein Chalet-Betreiber in der Schweiz übermittelt seine MWST-Abrechnung für das 1. Quartal (Januar bis März) bis zum 30. Mai an die ESTV.
- Ein Gastgeber berechnet für einen Monat 1.200 € eingenommene Umsatzsteuer aus Übernachtungen und 400 € gezahlte Vorsteuer für Reinigung und Marketing. Er meldet eine Zahllast von 800 € an das Finanzamt.
Offizielle Quellen und Referenzen
Häufige Fragen zu Umsatzsteuervoranmeldung
Muss ich als Kleinunternehmer eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben?+
Was ist der Unterschied zwischen der Umsatzsteuervoranmeldung und der Umsatzsteuerjahreserklärung?+
Welche Fristen gelten für die Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung?+
Was passiert, wenn ich die Umsatzsteuervoranmeldung zu spät abgebe?+
Verwandte Begriffe
Umsatzsteuer bei Ferienvermietung
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Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.)
Die USt-IdNr. ist eine eindeutige Kennung für Unternehmen zur Abwicklung umsatzsteuerlicher Pflichten bei grenzüberschreitenden Geschäften im EU-Binnenmarkt.
