Finanzen

Was sind Fremdwährungs- und Zahlungsgebühren?

Zuletzt aktualisiert: 29.07.2026

Fremdwährungs- und Zahlungsgebühren sind Kosten, die von Banken oder Zahlungsanbietern für die Verarbeitung von Transaktionen erhoben werden. Fremdwährungsgebühren (auch Währungsumrechnungsgebühren) fallen an, wenn ein Gast in einer anderen Währung bezahlt, als der Gastgeber empfängt, zum Beispiel bei einer Buchung aus der Schweiz (CHF) für eine Ferienwohnung in Deutschland oder Österreich (EUR).

Zahlungsgebühren (oder Transaktionsgebühren) sind die allgemeinen Kosten für die Abwicklung einer Zahlung per Kreditkarte, PayPal oder anderer Methoden. Beide Gebührenarten werden in der Regel als Prozentsatz des Buchungswertes berechnet und direkt vom Auszahlungsbetrag an den Gastgeber abgezogen.

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So funktioniert es

Wenn ein Gast eine Buchung vornimmt, deren Preis in einer anderen Währung als seiner eigenen angegeben ist, muss eine Währungsumrechnung stattfinden. Dies geschieht entweder durch die Bank des Gastes oder, was häufiger der Fall ist, durch den Zahlungsanbieter der Buchungsplattform oder des Gastgebers.

Der Zahlungsanbieter wendet einen Wechselkurs an, der oft eine Marge oder eine explizite prozentuale Gebühr enthält. Zusätzlich wird die Standard-Transaktionsgebühr für die Nutzung des Zahlungsdienstes erhoben. Für Gastgeber bedeutet dies, dass der an sie ausgezahlte Betrag um diese beiden Kostenpunkte reduziert ist. Die genaue Höhe der Gebühren variiert je nach Anbieter, Zahlungsmethode und den beteiligten Währungen.

Warum das wichtig ist

Diese Gebühren stellen direkte Kosten dar, die die Nettomarge von Gastgebern und Hausverwaltungen schmälern. Ein klares Verständnis der Gebührenstruktur der genutzten OTAs und Zahlungsanbieter ist unerlässlich für eine akkurate Finanzplanung und eine profitable Preisstrategie. Insbesondere bei einem hohen Anteil internationaler Gäste können diese Kosten einen signifikanten Posten ausmachen, der bei der Kalkulation der Zimmerpreise berücksichtigt werden muss.

Beispiele

  • Ein Gast aus der Schweiz bucht eine Ferienwohnung in Österreich für 1.000 EUR. Er bezahlt in CHF. Der Zahlungsanbieter rechnet den Betrag um und zieht eine Währungsumrechnungsgebühr von 1,5 % (15 EUR) sowie eine Transaktionsgebühr von 2,5 % (25 EUR) ab. Der Gastgeber erhält 960 EUR.
  • Ein Gastgeber in Deutschland nutzt einen Zahlungsanbieter, der für Zahlungen mit europäischen Kreditkarten 1,4 % + 0,25 EUR verlangt, für internationale Kreditkarten (z.B. aus den USA) jedoch 2,9 % + 0,25 EUR. Die Gebühr hängt also von der Herkunft des Gastes ab.
  • Eine Ferienhausagentur in der Schweiz listet ihre Objekte in CHF. Bei Buchungen von Gästen aus dem Euro-Raum, die in EUR bezahlen, wird der Betrag vom OTA in CHF umgerechnet. Die dabei anfallende Gebühr wird in der Auszahlungsübersicht der Agentur ausgewiesen.
  • Ein Gast aus Großbritannien bucht ein Chalet in der Schweiz. Die Buchungsplattform bietet ihm an, entweder in GBP oder in CHF zu zahlen. Entscheidet er sich für GBP, legt die Plattform den Wechselkurs fest und informiert über die anfallenden Umrechnungskosten, wie es die EU-Verordnung (EU) 2019/518 für Transaktionen im EWR vorschreibt.

Offizielle Quellen und Referenzen

Häufige Fragen zu Fremdwährungs- und Zahlungsgebühren

Wer trägt die Kosten für Fremdwährungsgebühren, der Gast oder der Gastgeber?+
In der Regel trägt der Gastgeber diese Kosten, da sie von seinem Bruttoumsatz vor der Auszahlung abgezogen werden. Einige Plattformen geben dem Gast die Wahl, in seiner Heimatwährung oder der des Gastgebers zu zahlen. Die Umrechnungsgebühr fällt aber dennoch an und mindert letztlich den Ertrag des Gastgebers.
Wie kann ich Fremdwährungs- und Zahlungsgebühren reduzieren?+
Vergleichen Sie die Gebührenmodelle verschiedener Zahlungsanbieter, da sich die Sätze für internationale Transaktionen unterscheiden. Eine Preisstrategie, die einen durchschnittlichen Aufschlag für diese Gebühren einkalkuliert, kann helfen, die Rentabilität zu sichern. Für Gäste aus dem Euroraum kann das Anbieten von SEPA-Überweisungen eine kostengünstigere Alternative sein.
Sind diese Gebühren auf der Rechnung des Gastes ausgewiesen?+
Nein, üblicherweise nicht. Der Gast sieht den Endpreis in der von ihm gewählten Währung. Die Gebühren sind Betriebskosten für den Gastgeber und werden auf dessen Auszahlungsabrechnung vom Zahlungsanbieter detailliert aufgeführt. Sie sind Teil der Kosten für die Zahlungsabwicklung.
Fallen auch Gebühren an, wenn ein Gast aus der Schweiz (CHF) in Deutschland oder Österreich (EUR) bucht?+
Ja, da es sich um unterschiedliche Währungsräume handelt, fallen bei der Umrechnung von Schweizer Franken (CHF) in Euro (EUR) Gebühren an. Diese werden vom Zahlungsabwickler erhoben und vom Auszahlungsbetrag abgezogen. Die Transparenz dieser Gebühren wird für Zahlungen innerhalb der EU und des EWR durch eine EU-Verordnung geregelt.
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