Was ist eine Preisstrategie?
Eine Preisstrategie ist der grundlegende und langfristige Ansatz, den Gastgeber und Hausverwaltungen zur Preisgestaltung ihrer Ferienunterkünfte verfolgen. Sie definiert die allgemeine Marktpositionierung (z. B. Budget, Standard, Premium) und die übergeordneten unternehmerischen Ziele, die mit den Preisen erreicht werden sollen.
Im Gegensatz zu taktischen Anpassungen wie Saisonpreisen oder dem täglichen Dynamic Pricing legt die Strategie den Rahmen für alle Preisentscheidungen fest. Sie berücksichtigt Faktoren wie Betriebskosten, Zielgruppen, Markenimage und das Preisniveau der Wettbewerber.
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von Lodgify
So funktioniert es
Die Entwicklung einer Preisstrategie umfasst typischerweise mehrere Schritte. Zuerst erfolgt eine gründliche Analyse der eigenen Kostenstruktur (fixe und variable Kosten), des Wettbewerbsumfelds und der anvisierten Zielgruppe. Darauf aufbauend werden klare, messbare Ziele definiert, zum Beispiel die Maximierung des RevPAR, das Erreichen einer bestimmten Belegungsrate oder die Positionierung als Qualitätsführer im lokalen Markt.
Anschließend wird eine passende Kernstrategie gewählt. Gängige Ansätze sind die kostenorientierte Preisgestaltung (Kosten plus Aufschlag), die wettbewerbsorientierte Preisgestaltung (Orientierung an Konkurrenzpreisen) oder die wertorientierte Preisgestaltung (Preis basiert auf dem vom Gast wahrgenommenen Wert). Diese übergeordnete Strategie dient dann als Leitfaden für die konkrete Umsetzung der Preise.
Warum das wichtig ist
Eine durchdachte Preisstrategie ist das Fundament für den wirtschaftlichen Erfolg einer Ferienvermietung. Sie verhindert willkürliche Preisentscheidungen und stellt sicher, dass die Preisgestaltung konsistent die Geschäftsziele unterstützt. Dies führt zu nachhaltiger Rentabilität und einer klaren Positionierung am Markt. Zudem bildet sie die notwendige Grundlage für ein effektives Revenue Management und den gezielten Einsatz von Dynamic-Pricing-Tools.
Beispiele
- Premium-Strategie: Ein Betreiber eines Luxus-Chalets in Kitzbühel, Österreich, setzt seine Preise bewusst 25 % über dem Durchschnitt vergleichbarer Objekte, um Exklusivität zu signalisieren und eine zahlungskräftige Klientel anzusprechen.
- Penetrationsstrategie: Ein neuer Gastgeber in Hamburg bietet seine frisch renovierte Ferienwohnung in den ersten sechs Monaten 15 % unter dem üblichen Marktpreis an, um schnell erste Buchungen und positive Gästebewertungen zu generieren.
- Wettbewerbsorientierte Strategie: Eine Verwaltung von mehreren Apartments am Bodensee (deutsche Seite) analysiert täglich die Preise der direkten Konkurrenten und passt die eigenen Raten so an, dass sie immer im mittleren Preissegment bleiben.
- Kostenorientierte Strategie: Ein Vermieter einer Ferienwohnung im Kanton Graubünden, Schweiz, kalkuliert seine gesamten Kosten pro Nacht auf 90 CHF und addiert eine feste Gewinnmarge von 50 %, was zu einem Basispreis von 135 CHF führt.
Häufige Fragen zu Preisstrategie
Was ist der Unterschied zwischen Preisstrategie und Dynamic Pricing?+
Wie oft sollte ich meine Preisstrategie überprüfen?+
Welche Rolle spielen OTAs wie Airbnb oder Booking.com in meiner Preisstrategie?+
Sollte meine Preisstrategie für alle meine Ferienwohnungen gleich sein?+
Verwandte Begriffe
Revenue Management
Revenue Management ist die strategische Steuerung von Preisen und Verfügbarkeiten, um den Umsatz pro verfügbarer Ferienwohnung zu maximieren.
Saisonpreise
Saisonpreise sind eine Preisstrategie, bei der die Übernachtungspreise für Ferienunterkünfte je nach Jahreszeit und erwarteter Nachfrage variieren.
Dynamic Pricing
Dynamic Pricing ist eine Strategie, bei der Übernachtungspreise für Ferienunterkünfte flexibel an Angebot, Nachfrage und andere Faktoren angepasst werden.
ADR (Average Daily Rate)
Die ADR (Average Daily Rate) ist eine Kennzahl, die den durchschnittlichen Mietertrag pro bezahlter, belegter Wohneinheit an einem bestimmten Tag angibt.
