Was sind Saisonpreise?
Saisonpreise sind eine Form der Preisdifferenzierung in der Ferienvermietung, bei der die Kosten pro Nacht an die unterschiedliche Nachfrage im Jahresverlauf angepasst werden. Anstatt eines ganzjährig festen Preises definieren Gastgeber verschiedene Zeiträume, typischerweise als Hauptsaison, Nebensaison und eventuell Zwischensaison.
In der Hauptsaison, die durch hohe Nachfrage wie in den Sommerferien oder der Skisaison gekennzeichnet ist, werden die höchsten Preise verlangt. In der Nebensaison mit geringerer Nachfrage werden die Preise gesenkt, um die Auslastung zu fördern.
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von Lodgify
So funktioniert es
Die Festlegung von Saisonpreisen beginnt mit der Analyse des Kalenders und der lokalen Gegebenheiten. Gastgeber identifizieren Perioden hoher Nachfrage (Hauptsaison), wie Schulferien, Feiertage und lokale Großveranstaltungen. Perioden mit geringerer Nachfrage bilden die Nebensaison. Dazwischen liegende Zeiten werden oft als Zwischensaison (Shoulder Season) definiert.
Für jede dieser Saisons wird ein eigener Übernachtungspreis festgelegt. Dieser basiert auf der Nachfrage, den Preisen der Mitbewerber und den eigenen Umsatzzielen. Die Umsetzung erfordert ein Kalendersystem, das unterschiedliche Preisperioden abbilden kann, wie es bei vielen Buchungssoftwares der Fall ist.
Warum das wichtig ist
Saisonpreise sind für Gastgeber ein grundlegendes Instrument zur Umsatzmaximierung. Sie ermöglichen es, in nachfragestarken Zeiten höhere Einnahmen zu erzielen und das volle Potenzial der Unterkunft auszuschöpfen. In nachfrageschwachen Zeiten helfen niedrigere Preise, Leerstand zu vermeiden und die Auslastung zu sichern, was zur Deckung der Fixkosten beiträgt und die ganzjährige Rentabilität verbessert.
Beispiele
- Ein Chalet in den Kitzbüheler Alpen in Österreich kostet in der Skisaison (Dezember bis März) 350 € pro Nacht, in der Wandersaison im Sommer (Juli/August) 180 € und in der Zwischensaison (Mai/Juni, September/Oktober) 120 €.
- Eine Ferienwohnung auf Sylt in Deutschland wird während der bundesweiten Sommerferien für 250 € pro Nacht vermietet, während der Preis in der Nebensaison im April oder Oktober auf 140 € sinkt.
- Ein Apartment in Luzern in der Schweiz hat während des Luzerner Fests im Sommer einen Spitzenpreis von 300 CHF, während es im November für 160 CHF buchbar ist.
- Ein Ferienhaus am Bodensee staffelt die Preise: Hauptsaison (Pfingsten bis Mitte September) 200 €, Zwischensaison (Ostern bis Pfingsten, Mitte September bis Ende Oktober) 150 €, Nebensaison (Rest des Jahres) 110 €.
Häufige Fragen zu Saisonpreise
Wie bestimme ich die richtigen Saisonzeiträume für meine Unterkunft?+
Sollte ich nur zwischen Haupt- und Nebensaison unterscheiden?+
Wie kommuniziere ich Saisonpreise am besten an Gäste?+
Reichen Saisonpreise aus oder sollte ich dynamische Preise nutzen?+
Verwandte Begriffe
Mindestaufenthalt
Der Mindestaufenthalt ist die geringste Anzahl an Nächten, die ein Gast eine Ferienunterkunft buchen muss, um eine Reservierung abzuschließen.
Auslastung (Belegungsrate)
Die Auslastung, auch Belegungsrate genannt, ist eine Kennzahl, die den Anteil der belegten Nächte an den verfügbaren Nächten einer Ferienunterkunft misst.
Direktbuchung
Eine Direktbuchung ist eine Reservierung, die ein Gast direkt beim Gastgeber tätigt, ohne die Vermittlung eines Online-Reisebüros (OTA) oder Portals.
Dynamic Pricing
Dynamic Pricing ist eine Strategie, bei der Übernachtungspreise für Ferienunterkünfte flexibel an Angebot, Nachfrage und andere Faktoren angepasst werden.
