Finanzen

Was sind Saisonpreise?

Zuletzt aktualisiert: 28.07.2026

Saisonpreise sind eine Form der Preisdifferenzierung in der Ferienvermietung, bei der die Kosten pro Nacht an die unterschiedliche Nachfrage im Jahresverlauf angepasst werden. Anstatt eines ganzjährig festen Preises definieren Gastgeber verschiedene Zeiträume, typischerweise als Hauptsaison, Nebensaison und eventuell Zwischensaison.

In der Hauptsaison, die durch hohe Nachfrage wie in den Sommerferien oder der Skisaison gekennzeichnet ist, werden die höchsten Preise verlangt. In der Nebensaison mit geringerer Nachfrage werden die Preise gesenkt, um die Auslastung zu fördern.

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So funktioniert es

Die Festlegung von Saisonpreisen beginnt mit der Analyse des Kalenders und der lokalen Gegebenheiten. Gastgeber identifizieren Perioden hoher Nachfrage (Hauptsaison), wie Schulferien, Feiertage und lokale Großveranstaltungen. Perioden mit geringerer Nachfrage bilden die Nebensaison. Dazwischen liegende Zeiten werden oft als Zwischensaison (Shoulder Season) definiert.

Für jede dieser Saisons wird ein eigener Übernachtungspreis festgelegt. Dieser basiert auf der Nachfrage, den Preisen der Mitbewerber und den eigenen Umsatzzielen. Die Umsetzung erfordert ein Kalendersystem, das unterschiedliche Preisperioden abbilden kann, wie es bei vielen Buchungssoftwares der Fall ist.

Warum das wichtig ist

Saisonpreise sind für Gastgeber ein grundlegendes Instrument zur Umsatzmaximierung. Sie ermöglichen es, in nachfragestarken Zeiten höhere Einnahmen zu erzielen und das volle Potenzial der Unterkunft auszuschöpfen. In nachfrageschwachen Zeiten helfen niedrigere Preise, Leerstand zu vermeiden und die Auslastung zu sichern, was zur Deckung der Fixkosten beiträgt und die ganzjährige Rentabilität verbessert.

Beispiele

  • Ein Chalet in den Kitzbüheler Alpen in Österreich kostet in der Skisaison (Dezember bis März) 350 € pro Nacht, in der Wandersaison im Sommer (Juli/August) 180 € und in der Zwischensaison (Mai/Juni, September/Oktober) 120 €.
  • Eine Ferienwohnung auf Sylt in Deutschland wird während der bundesweiten Sommerferien für 250 € pro Nacht vermietet, während der Preis in der Nebensaison im April oder Oktober auf 140 € sinkt.
  • Ein Apartment in Luzern in der Schweiz hat während des Luzerner Fests im Sommer einen Spitzenpreis von 300 CHF, während es im November für 160 CHF buchbar ist.
  • Ein Ferienhaus am Bodensee staffelt die Preise: Hauptsaison (Pfingsten bis Mitte September) 200 €, Zwischensaison (Ostern bis Pfingsten, Mitte September bis Ende Oktober) 150 €, Nebensaison (Rest des Jahres) 110 €.

Häufige Fragen zu Saisonpreise

Wie bestimme ich die richtigen Saisonzeiträume für meine Unterkunft?+
Analysieren Sie die Schulferienkalender in Ihren wichtigsten Quellmärkten, lokale Feiertage und wiederkehrende Großveranstaltungen. Sehen Sie sich zudem die Buchungsdaten der Vorjahre an, um Muster in der Nachfrage zu erkennen. Auch die Preisgestaltung von Mitbewerbern in Ihrer direkten Umgebung gibt wichtige Hinweise auf etablierte Saisonzeiten.
Sollte ich nur zwischen Haupt- und Nebensaison unterscheiden?+
Eine feinere Unterteilung ist oft vorteilhafter. Durch die Einführung von Zwischensaisons (Shoulder Seasons) können Sie flexibler auf Nachfrageschwankungen reagieren. Dies ermöglicht eine präzisere Preisgestaltung, die das Umsatzpotenzial besser ausschöpft, ohne potenzielle Gäste in der Übergangszeit durch zu hohe Preise abzuschrecken.
Wie kommuniziere ich Saisonpreise am besten an Gäste?+
Transparenz ist entscheidend. Zeigen Sie die unterschiedlichen Preise klar und verständlich in Ihrem Buchungskalender auf Ihrer eigenen Webseite und auf den Buchungsportalen an. Viele Systeme heben unterschiedliche Preisperioden farblich hervor. Eine Preisübersichtstabelle auf Ihrer Webseite kann ebenfalls helfen, die Preisstruktur für Gäste nachvollziehbar zu machen.
Reichen Saisonpreise aus oder sollte ich dynamische Preise nutzen?+
Saisonpreise sind eine sehr gute Grundlage für die Preisstrategie. Die dynamische Preisgestaltung ist eine Weiterentwicklung, die Preise auch kurzfristig anpasst, basierend auf Faktoren wie aktueller Auslastung, verbleibenden Tagen bis zum Anreisedatum oder Preisänderungen von Mitbewerbern. Eine Kombination beider Ansätze ist oft am effektivsten.
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