Finanzen

Was sind Fördermittel und Zuschüsse für Ferienimmobilien?

Zuletzt aktualisiert: 29.07.2026

Fördermittel und Zuschüsse für Ferienimmobilien sind finanzielle Unterstützungen von öffentlichen oder privaten Stellen. Sie zielen darauf ab, Investitionen in den Tourismussektor zu lenken, insbesondere in die Schaffung, Modernisierung oder nachhaltige Ausrichtung von Beherbergungsbetrieben. Diese Hilfen können als nicht rückzahlbare Zuschüsse, zinsgünstige Darlehen oder Bürgschaften gewährt werden.

Die Vergabe ist oft an Bedingungen geknüpft, wie die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Einhaltung von Umweltstandards oder die Förderung einer bestimmten Region. Die Zuständigkeiten und Programme variieren stark zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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So funktioniert es

Der Prozess beginnt mit der Identifikation eines passenden Förderprogramms auf Bundes-, Landes- oder kantonaler Ebene. Die Recherche erfolgt meist über die Webseiten der zuständigen Förderbanken (z. B. KfW in Deutschland), Tourismusbanken (ÖHT in Österreich) oder kantonalen Stellen.

Anschließend wird ein formeller Antrag gestellt. Dieser erfordert in der Regel einen detaillierten Geschäftsplan, eine Finanzierungsübersicht und Nachweise, dass das Vorhaben die Förderkriterien erfüllt. Dazu gehören oft Aspekte wie Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit oder die Stärkung der regionalen Wirtschaft.

Nach einer positiven Prüfung werden die Mittel ausgezahlt, oft in Tranchen je nach Baufortschritt. Die zweckgebundene Verwendung der Gelder muss üblicherweise nachgewiesen werden.

Warum das wichtig ist

Fördermittel sind für Gastgeber und Hausverwaltungen von hoher praktischer Relevanz, da sie die finanzielle Belastung bei Investitionen erheblich senken. Sie ermöglichen Modernisierungen für mehr Energieeffizienz, Barrierefreiheit oder eine höhere Ausstattungsqualität, die ohne Zuschuss unwirtschaftlich wären. Dies steigert nicht nur den Wert und die Attraktivität der Immobilie, sondern verbessert auch die Wettbewerbsfähigkeit und unterstützt eine nachhaltige Geschäftsentwicklung im Tourismus.

Beispiele

  • In Deutschland können Vermieter von Ferienimmobilien von Programmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) profitieren, etwa für energieeffizientes Sanieren oder den Abbau von Barrieren.
  • In Österreich bietet die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) gezielte Förderungen für Tourismusbetriebe an, die Investitionen in Qualität, Nachhaltigkeit und Digitalisierung mit zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen unterstützen.
  • In der Schweiz vergibt die Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit (SGH) Darlehen zur Förderung von Beherbergungsbetrieben in Berg- und Tourismusgebieten, um deren Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
  • Auf EU-Ebene können Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) über die jeweiligen Landesprogramme in Deutschland und Österreich für touristische Projekte beantragt werden.

Offizielle Quellen und Referenzen

Häufige Fragen zu Fördermittel und Zuschüsse für Ferienimmobilien

Welche Voraussetzungen muss ich für Förderungen in Deutschland erfüllen?+
In Deutschland hängen die Voraussetzungen vom jeweiligen Programm ab, zum Beispiel von der KfW oder dem BAFA. Oft müssen Sie eine gewerbliche Nutzung nachweisen und bestimmte Standards erfüllen, etwa bei der Energieeffizienz oder Barrierefreiheit. Ein detaillierter Businessplan und eine plausible Finanzierungsstrategie sind fast immer erforderlich. Die Förderung ist meist an die Investition in Modernisierung, Neubau oder Kauf geknüpft und muss vor Beginn der Maßnahme beantragt werden.
Gibt es in Österreich spezielle Förderungen für kleine Vermieter?+
Ja, in Österreich können auch kleinere Vermieter von Ferienwohnungen Förderungen nutzen. Die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) bietet Programme, die sich nicht nur an große Hotels richten. Gefördert werden beispielsweise Investitionen in Qualität, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Zusätzlich gibt es auf Landesebene oft spezielle Programme zur Förderung des ländlichen Raums oder kleinerer Beherbergungsbetriebe. Eine frühzeitige Beratung bei der zuständigen Landesförderstelle oder der WKO wird empfohlen.
Wie finde ich die passenden Förderprogramme in der Schweiz?+
In der Schweiz ist die Förderlandschaft kantonal geprägt. Ein guter Startpunkt ist die Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit (SGH), die Beherbergungsbetriebe in Tourismusgebieten unterstützt. Für Energie- und Nachhaltigkeitsthemen sind die kantonalen Energie-Fachstellen und Programme wie „Das Gebäudeprogramm“ relevant. Zudem bieten kantonale Wirtschaftsförderungen und Tourismusorganisationen oft eigene, auf die Region zugeschnittene Unterstützungsmöglichkeiten. Eine Recherche auf den Webseiten des jeweiligen Kantons ist unerlässlich.
Sind Fördergelder immer nicht rückzahlbare Zuschüsse?+
Nein, Fördergelder sind nicht immer reine Zuschüsse. Häufig handelt es sich um zinsverbilligte Darlehen, bei denen Sie einen Kredit zu deutlich besseren Konditionen als am freien Markt erhalten. Eine weitere Form sind Bürgschaften, bei denen die Förderbank das Risiko für einen Teil Ihres Kredits bei Ihrer Hausbank übernimmt. Nicht rückzahlbare Zuschüsse sind oft an besonders hohe Anforderungen geknüpft, beispielsweise im Bereich ökologischer Nachhaltigkeit oder bei der Schaffung von Arbeitsplätzen.
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