Berichterstattung

Was ist der TRevPAR (Total Revenue per Available Room)?

Zuletzt aktualisiert: 29.07.2026

TRevPAR (Total Revenue per Available Room) ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die den gesamten erzielten Umsatz pro verfügbarer Vermietungseinheit über einen bestimmten Zeitraum misst. Im Gegensatz zum RevPAR, der nur die Einnahmen aus der reinen Beherbergung berücksichtigt, schließt der TRevPAR alle zusätzlichen Umsatzquellen mit ein.

Dazu gehören beispielsweise Einnahmen aus der Endreinigung, dem Frühstücksservice, Parkgebühren, dem Verkauf von Produkten oder Gebühren für späten Check-out. Diese Kennzahl bietet somit ein umfassenderes Bild der finanziellen Leistungsfähigkeit eines Beherbergungsbetriebs.

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So funktioniert es

Die Berechnung des TRevPAR erfolgt durch die Division des Gesamtumsatzes durch die Anzahl der verfügbaren Einheiten in einem definierten Zeitraum. Die Formel lautet: TRevPAR = Gesamtumsatz / Gesamtzahl der verfügbaren Einheiten.

Der "Gesamtumsatz" umfasst alle Einnahmen, die direkt mit dem Aufenthalt des Gastes verbunden sind, also Logis plus alle Zusatzleistungen. Die "Gesamtzahl der verfügbaren Einheiten" ist die Summe aller Einheiten, die in dem Zeitraum zur Vermietung standen, unabhängig davon, ob sie tatsächlich belegt waren.

Warum das wichtig ist

Der TRevPAR bietet eine ganzheitliche Sicht auf die Rentabilität eines Betriebs. Er zeigt, wie erfolgreich ein Gastgeber nicht nur bei der Preisgestaltung der Unterkunft, sondern auch beim Verkauf von Zusatzleistungen (Upselling) ist. Es hilft Gastgebern, die Rentabilität von Zusatzleistungen zu bewerten und die gesamte Einnahmestrategie zu optimieren, ein zentrales Thema im Revenue Management. So lässt sich die Gesamtperformance effektiver steuern als nur über den Zimmerpreis.

Beispiele

  • Eine Ferienwohnung hat im Juni (30 Tage) 2.500 € an Mieteinnahmen und 500 € durch Endreinigungsgebühren und einen Fahrradverleih erzielt. Der Gesamtumsatz beträgt 3.000 €. Der TRevPAR für Juni ist 3.000 € / 30 verfügbare Nächte = 100 €.
  • Ein Betreiber vergleicht zwei Objekte: Objekt A hat einen hohen ADR von 150 €, aber kaum Zusatzverkäufe (TRevPAR 155 €). Objekt B hat einen niedrigeren ADR von 120 €, generiert aber durch Frühstück und Parkplätze konstant Zusatzeinnahmen (TRevPAR 160 €). Objekt B ist insgesamt profitabler.
  • Eine Hausverwaltung stellt fest, dass der TRevPAR im Winter sinkt, obwohl die Auslastung stabil bleibt. Die Analyse zeigt, dass Gäste im Winter weniger Zusatzleistungen wie Grillpakete buchen. Als Reaktion wird ein neues Angebot „Saunapaket“ eingeführt, um den TRevPAR zu steigern.

Häufige Fragen zu TRevPAR (Total Revenue per Available Room)

Was ist der Hauptunterschied zwischen TRevPAR und RevPAR?+
Der TRevPAR bezieht den Gesamtumsatz aus allen Quellen mit ein, einschließlich Zusatzleistungen wie Reinigung, Frühstück oder Aktivitäten. Der RevPAR hingegen berücksichtigt ausschließlich die Einnahmen aus der Vermietung der Unterkunft. TRevPAR ist daher eine umfassendere Kennzahl für die gesamte finanzielle Leistung.
Warum ist TRevPAR für Ferienwohnungen besonders relevant?+
Bei Ferienwohnungen machen Zusatzgebühren wie die Endreinigung, Gebühren für Haustiere oder die Vermietung von Fahrrädern oft einen erheblichen Teil des Umsatzes aus. Der TRevPAR erfasst diese wichtigen Einnahmequellen, die bei einer reinen Betrachtung von ADR oder RevPAR nicht berücksichtigt werden.
Wie kann ich meinen TRevPAR aktiv steigern?+
Sie können den TRevPAR durch gezieltes Upselling steigern. Bieten Sie attraktive Zusatzleistungen an, zum Beispiel einen gefüllten Kühlschrank bei Ankunft, einen späten Check-out gegen Gebühr oder den Verleih von Sportausrüstung. Eine durchdachte Preisstrategie für diese Angebote erhöht den Gesamtumsatz pro Gast.
Beinhaltet der TRevPAR auch die Kurtaxe oder Ortstaxe?+
Nein, in der Regel werden Steuern und lokale Abgaben wie die Kurtaxe in Deutschland, die Ortstaxe in Österreich oder die Gästetaxe in der Schweiz nicht in den TRevPAR einberechnet. Diese Beträge sind durchlaufende Posten, die an die Gemeinde abgeführt werden und keinen betrieblichen Umsatz darstellen.
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