Berichterstattung

Was ist die Look-to-Book-Rate?

Zuletzt aktualisiert: 29.07.2026

Die Look-to-Book-Rate (L2B-Rate) ist eine Kennzahl aus dem Vertrieb und Marketing, die das Verhältnis zwischen der Anzahl der Aufrufe eines Inserats (Looks) und der Anzahl der daraus resultierenden Buchungen (Books) misst. Sie wird berechnet, indem die Anzahl der Buchungen durch die Anzahl der Inseratsaufrufe geteilt und das Ergebnis mit 100 multipliziert wird, um einen Prozentsatz zu erhalten.

Im Gegensatz zur allgemeinen Conversion Rate, die verschiedene Aktionen messen kann, bezieht sich die Look-to-Book-Rate spezifisch auf den finalen Buchungsschritt im Verhältnis zu den initialen Ansichten des Angebots auf einer Plattform.

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So funktioniert es

Die Daten für die Look-to-Book-Rate werden typischerweise von Online Travel Agencies (OTAs) oder der eigenen Buchungsmaschine erfasst. „Looks“ sind dabei die Seitenaufrufe (Page Views oder Impressions) des spezifischen Inserats. „Books“ sind die abgeschlossenen und bestätigten Reservierungen für dieselbe Unterkunft im selben Zeitraum.

Gastgeber in Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen diese Kennzahl, um die Attraktivität ihres Inserats zu bewerten. Eine hohe Anzahl an Aufrufen, aber eine niedrige Look-to-Book-Rate deutet darauf hin, dass das Inserat zwar Interesse weckt, aber potenzielle Gäste im Buchungsprozess abspringen, möglicherweise aufgrund des Preises, der Verfügbarkeit oder unklarer Bedingungen.

Warum das wichtig ist

Die Analyse der Look-to-Book-Rate hilft Gastgebern und Hausverwaltungen, die Leistung ihrer Inserate auf verschiedenen Kanälen zu optimieren. Eine niedrige Rate kann ein Indikator für Probleme bei der Preisstrategie, der Fotoqualität, der Objektbeschreibung oder den Stornierungsbedingungen sein. Durch gezielte Verbesserungen dieser Elemente kann die Rate und damit der direkte Buchungsumsatz gesteigert werden, ohne die Marketingausgaben für mehr Sichtbarkeit (Looks) erhöhen zu müssen.

Beispiele

  • Ein Inserat auf einer OTA wird in einem Monat 5.000 Mal aufgerufen (Looks) und 50 Mal gebucht (Books). Die Look-to-Book-Rate beträgt 1 % (50 / 5.000 * 100).
  • Ein Gastgeber vergleicht zwei Inserate: Ferienwohnung A hat 2.000 Aufrufe und 40 Buchungen (2 % L2B-Rate), während Ferienwohnung B 8.000 Aufrufe, aber nur 80 Buchungen hat (1 % L2B-Rate). Obwohl B mehr Buchungen hat, konvertiert A die Besucher effektiver.
  • Nach der Aktualisierung der Fotos und der Senkung der Endreinigungsgebühr steigt die Look-to-Book-Rate eines Apartments von 0,8 % auf 1,5 %. Dies zeigt, dass die Änderungen die Buchungsentscheidung der Gäste positiv beeinflusst haben.
  • Eine Ferienhausagentur stellt fest, dass die Look-to-Book-Rate für ihre Objekte auf der eigenen Website (3 %) deutlich höher ist als auf einem großen Buchungsportal (0,9 %). Dies deutet auf eine qualifiziertere Zielgruppe bei Direktbuchungen hin.

Häufige Fragen zu Look-to-Book-Rate

Was ist ein guter Wert für die Look-to-Book-Rate?+
Ein 'guter' Wert ist stark vom Vertriebskanal, der Saison, der Destination und der Art der Unterkunft abhängig. Auf großen OTAs können Raten unter 1 % normal sein, da die Konkurrenz hoch ist. Auf der eigenen Website für Direktbuchungen sind Raten von 2 % bis 5 % oder höher erstrebenswert, da die Besucher oft bereits ein konkretes Interesse haben. Ein Benchmarking mit ähnlichen Objekten in der Region ist entscheidend.
Wie kann ich meine Look-to-Book-Rate verbessern?+
Verbessern Sie die Qualität Ihres Inserats: Nutzen Sie professionelle Immobilienfotografie, optimieren Sie die Objektbeschreibung und heben Sie Alleinstellungsmerkmale hervor. Überprüfen Sie Ihre Preisstrategie und stellen Sie sicher, dass Ihre Preise wettbewerbsfähig sind. Vereinfachen Sie zudem Ihre Buchungsbedingungen, zum Beispiel durch flexible Stornierungsoptionen oder eine niedrigere Anzahlung, um die Hürde für eine Buchung zu senken. Analysieren Sie auch Gästebewertungen auf wiederkehrende Kritikpunkte.
Wo finde ich die Daten für meine Look-to-Book-Rate?+
Die meisten großen Online Travel Agencies (OTAs) wie Booking.com oder FeWo-direkt stellen in ihrem Gastgeber-Dashboard Analyse-Tools zur Verfügung, die Aufrufe und Buchungen anzeigen. Für Ihre eigene Website benötigen Sie ein Webanalyse-Tool wie Google Analytics in Kombination mit den Daten Ihrer Buchungsmaschine. Einige Property Management Systeme (PMS) aggregieren diese Daten ebenfalls, um eine kanalübergreifende Auswertung zu ermöglichen.
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