Industrie

Was ist Wellness-Tourismus?

Zuletzt aktualisiert: 29.07.2026

Wellness-Tourismus bezeichnet Reisen, deren Hauptmotiv die Erhaltung oder Förderung der eigenen Gesundheit und des Wohlbefindens ist. Im Gegensatz zum reinen Medizintourismus, der auf konkrete Behandlungen abzielt, liegt der Fokus hier auf Prävention, Entspannung, Stressabbau und einer ganzheitlichen Verbesserung der Lebensqualität.

Angebote umfassen typischerweise Spa-Anwendungen, Saunen, Yoga, Meditation, gesunde Ernährung und Bewegung in der Natur. Destinationen sind häufig Kurorte und Heilbäder in Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch ländliche Regionen mit entsprechender Infrastruktur.

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So funktioniert es

Gastgeber im Segment des Wellness-Tourismus positionieren ihre Ferienunterkunft durch spezielle Ausstattungsmerkmale oder Serviceleistungen. Dies kann von einer eigenen Sauna, einem Whirlpool oder Fitnessgeräten bis hin zur Bereitstellung von Yogamatten, Bademänteln und hochwertigen Bio-Pflegeprodukten reichen.

Zusätzlich können Kooperationen mit lokalen Anbietern wie Thermalbädern, Masseuren oder Yoga-Studios den Gästen einen Mehrwert bieten. Die Vermarktung hebt gezielt diese gesundheitsfördernden Aspekte hervor, um eine zahlungskräftige und oft ganzjährig reisende Zielgruppe anzusprechen.

Warum das wichtig ist

Wellness-Reisende stellen für Vermieter eine attraktive Zielgruppe dar. Sie verfügen oft über ein höheres Budget, buchen längere Aufenthalte und reisen häufiger außerhalb der Hauptsaison, was zur Verbesserung der Auslastung beitragen kann. Durch die Positionierung einer Ferienwohnung als Wellness-Oase können Sie sich vom Wettbewerb abheben, höhere Preise rechtfertigen und die Attraktivität Ihres Angebots für Gäste steigern, die gezielt nach Erholung und Entspannung suchen.

Beispiele

  • Eine Ferienwohnung in Bad Füssing, Deutschland, die ihre Nähe zu den Thermalbädern bewirbt und Gästen spezielle Bademäntel und Handtücher für den Spa-Besuch zur Verfügung stellt.
  • Ein Chalet im Gasteinertal, Österreich, das mit einer privaten Infrarotkabine und einer Regendusche ausgestattet ist und eine Kooperation mit einer lokalen Yoga-Lehrerin für private Stunden anbietet.
  • Ein Apartment in der Nähe einer Schweizer Kneipp-Anlage in Bad Zurzach, das mit einem Entsafter, einer Auswahl an Kräutertees und Wanderkarten für achtsame Spaziergänge ausgestattet ist.
  • Ein Gastgeber, der ein „Digital Detox“-Paket anbietet, bei dem bewusst auf WLAN verzichtet wird und stattdessen Bücher, Brettspiele und Meditationsanleitungen bereitgestellt werden.

Offizielle Quellen und Referenzen

Häufige Fragen zu Wellness-Tourismus

Was ist der Unterschied zwischen Wellness-Tourismus und einer Kur?+
Eine Kur ist oft medizinisch verschrieben und fokussiert auf die Behandlung spezifischer Leiden, wobei Kosten teils von Krankenkassen übernommen werden. Wellness-Tourismus ist hingegen meist selbstfinanziert und präventiv ausgerichtet, mit dem Ziel allgemeiner Entspannung und Wohlbefinden. Obwohl es Überschneidungen gibt, hat eine Kur einen stärkeren therapeutischen und medizinischen Fokus, während Wellness-Tourismus eher lifestyle-orientiert und freiwillig ist.
Muss ich für Wellness-Angebote in meiner Ferienwohnung eine spezielle Genehmigung haben?+
Das hängt von der Art des Angebots ab. Für die Bereitstellung von Yogamatten oder hochwertigen Pflegeprodukten benötigen Sie keine Genehmigung. Sobald Sie jedoch invasive oder therapeutische Behandlungen wie Massagen oder kosmetische Anwendungen durch Personal anbieten, können gewerbliche, hygienische und berufsrechtliche Vorschriften greifen. Informieren Sie sich bei Ihrer lokalen Gewerbebehörde über die spezifischen Anforderungen in Ihrer Gemeinde.
Wie grenzt sich der Wellness-Tourismus vom Medizintourismus ab?+
Medizintourismus bezeichnet Reisen, die primär dem Zweck einer spezifischen medizinischen Behandlung dienen, wie Operationen oder zahnärztliche Eingriffe, oft aus Kosten- oder Verfügbarkeitsgründen. Wellness-Tourismus hingegen konzentriert sich auf präventive Maßnahmen, Entspannung und die Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens. Er ist nicht auf die Heilung einer Krankheit ausgerichtet, sondern auf die Erhaltung der Gesundheit und die Reduzierung von Stress.
Welche steuerlichen Aspekte sind bei Wellness-Zusatzleistungen zu beachten?+
Einnahmen aus Zusatzleistungen wie Massagen oder Yoga-Kursen sind als Betriebseinnahmen zu versteuern. In Deutschland und Österreich unterliegen sie der Umsatzsteuer, es sei denn, die Kleinunternehmerregelung greift. In der Schweiz sind solche Leistungen ebenfalls mehrwertsteuerpflichtig, sobald die Umsatzgrenze für die Steuerpflicht überschritten wird. Die genauen Steuersätze können je nach Art der Dienstleistung variieren.
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