Technologie

Was ist eine Datensicherung (Backup)?

Zuletzt aktualisiert: 29.07.2026

Eine Datensicherung, auch Backup genannt, ist der Prozess des Kopierens von digitalen Daten von einem primären Speicherort auf ein sekundäres, separates Medium. Ziel ist die Wiederherstellbarkeit der Daten nach einem Datenverlust, der durch Hardwaredefekte, Softwarefehler, menschliches Versagen oder Cyberangriffe wie Ransomware verursacht werden kann.

Für Betreiber von Ferienunterkünften ist die regelmäßige Sicherung von Geschäfts- und Gästedaten ein fundamentaler Bestandteil der betrieblichen Sorgfaltspflicht und der IT-Sicherheit. Sie sichert die Geschäftskontinuität und schützt sensible Informationen.

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So funktioniert es

Eine bewährte Methode ist die 3-2-1-Regel: Es sollten mindestens drei Kopien der Daten existieren, auf zwei unterschiedlichen Speichermedien, wobei eine Kopie extern (off-site) gelagert wird. Dies schützt vor lokalen Katastrophen wie Feuer oder Diebstahl.

Man unterscheidet verschiedene Backup-Arten. Ein Voll-Backup sichert alle Daten. Ein inkrementelles Backup sichert nur die Daten, die sich seit dem letzten Backup (egal welchen Typs) geändert haben. Ein differentielles Backup sichert alle Änderungen seit dem letzten Voll-Backup.

Als Speichermedien kommen externe Festplatten, Netzwerkspeicher (NAS) oder zunehmend Cloud-Dienste zum Einsatz. Letztere bieten oft automatisierte Backups und den Vorteil der externen Lagerung.

Warum das wichtig ist

Für Gastgeber und Verwalter ist eine Datensicherungsstrategie unerlässlich, um sensible Gästedaten (Namen, Adressen, Zahlungsdetails) und betriebswichtige Informationen (Belegungskalender, Buchungen, Finanzen) zu schützen. Ein Datenverlust kann zu erheblichen finanziellen Einbußen und Reputationsschäden führen. Zudem ist die Sicherstellung der Datenverfügbarkeit eine Anforderung der Datenschutzgesetze: in Deutschland und Österreich der DSGVO (Art. 32) und in der Schweiz des revDSG (Art. 8).

Beispiele

  • Ein Gastgeber speichert wöchentlich eine Kopie seines Belegungskalenders und seiner Gästedatenbank aus dem PMS auf einer externen Festplatte.
  • Eine Hausverwaltung nutzt einen Cloud-Dienst, der täglich automatisch alle Buchungsbestätigungen, Rechnungen und Kommunikationsverläufe sichert.
  • Nach einem Ransomware-Angriff auf den Bürocomputer kann ein Vermieter seine Geschäftsdaten aus einem externen Backup wiederherstellen und den Betrieb ohne Datenverlust fortsetzen.
  • Ein Property Management System (PMS) bietet eine integrierte Backup-Funktion, die alle Daten auf geografisch getrennten Servern speichert.

Offizielle Quellen und Referenzen

Häufige Fragen zu Datensicherung (Backup)

Welche Daten sollte ich als Vermieter von Ferienwohnungen sichern?+
Sichern Sie alle geschäftskritischen und personenbezogenen Daten. Dazu gehören Ihre Buchungsdatenbank, der Belegungskalender, die Gästekommunikation, Rechnungen und Finanzunterlagen sowie Inhalte Ihrer eigenen Website. Besonders wichtig ist die Sicherung von Daten, die unter die Datenschutzgesetze fallen, um bei einem Verlust die Meldepflichten und den Schutz der Betroffenenrechte zu gewährleisten.
Wie oft sollte ich ein Backup durchführen?+
Die Häufigkeit hängt von der Änderungsrate Ihrer Daten ab. Für ein aktives Vermietungsgeschäft mit täglichen Buchungen und Anfragen ist ein tägliches Backup empfehlenswert. Bei geringerer Buchungsfrequenz kann ein wöchentliches Backup ausreichen. Wichtig ist, dass der potenzielle Datenverlust zwischen zwei Backups für Ihren Betrieb verkraftbar bleibt.
Bin ich durch die DSGVO oder das revDSG zu Backups verpflichtet?+
Die Gesetze fordern nicht explizit „Backups“, verlangen aber geeignete technische und organisatorische Maßnahmen zur Gewährleistung der Datensicherheit, Integrität und Verfügbarkeit. In Deutschland und Österreich ist dies in Art. 32 DSGVO, in der Schweiz in Art. 8 revDSG verankert. Eine funktionierende Datensicherung ist eine grundlegende Maßnahme, um diese Anforderungen zu erfüllen.
Reicht es, wenn mein Property Management System (PMS) Backups macht?+
Ein cloudbasiertes PMS sichert in der Regel die Daten auf seinen Servern, was einen guten Grundschutz darstellt. Dennoch ist es ratsam, regelmäßig eigene Exporte kritischer Daten wie Buchungslisten oder Finanzberichte zu erstellen und lokal zu sichern. Dies bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene bei einem Ausfall des Anbieters oder Problemen mit Ihrem Account.
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