Technologie

Was ist der Unterschied zwischen Cloud-Software und lokaler Installation?

Zuletzt aktualisiert: 29.07.2026

Cloud-Software wird auf den Servern eines Anbieters betrieben und über das Internet genutzt, meist im Abonnement. Nutzer benötigen keine eigene IT-Infrastruktur für den Betrieb. Im Gegensatz dazu steht die lokale Installation, auch On-Premise genannt, bei der die Software auf den eigenen Computern oder Servern des Nutzers installiert und betrieben wird.

Dies erfordert in der Regel eine einmalige Lizenzgebühr und die Verantwortung für Wartung, Sicherheit und Backups liegt beim Nutzer selbst.

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So funktioniert es

Bei Cloud-Software loggen sich Nutzer über einen Webbrowser oder eine App ein. Alle Daten und Prozesse werden auf der Infrastruktur des Anbieters verarbeitet und gespeichert. Updates werden zentral vom Anbieter eingespielt. Für eine lokale Installation erwirbt der Nutzer eine Lizenz, lädt die Software herunter und installiert sie auf seiner eigenen Hardware. Er ist dann selbst für die Konfiguration, die Datensicherung und das Einspielen von Updates verantwortlich. Die Kernfunktionen sind oft auch ohne Internetverbindung nutzbar.

Warum das wichtig ist

Für Gastgeber in der Ferienvermietung ist die Wahl entscheidend für Flexibilität und Kosten. Cloud-Lösungen ermöglichen den Zugriff von überall und sind leicht skalierbar, was ideal für die Verwaltung von Buchungen und Gästekommunikation ist. Lokale Installationen bieten zwar mehr Datenkontrolle und Unabhängigkeit vom Internet, sind aber mit höherem Anfangsaufwand und technischer Verantwortung verbunden. Die meisten modernen Verwaltungssysteme für Ferienwohnungen sind heute als cloud-basierte Software für die Vermietung konzipiert.

Beispiele

  • Ein Property Manager nutzt ein cloud-basiertes Property Management System (PMS), um Buchungen und Anfragen von seinem Smartphone aus zu verwalten, während er unterwegs ist.
  • Ein Gastgeber in einer abgelegenen Almhütte mit unzuverlässigem Internet verwendet ein lokal installiertes Tabellenkalkulationsprogramm, um seinen Belegungskalender offline zu führen.
  • Eine große Hotelkette betrieb in der Vergangenheit ein maßgeschneidertes, lokal installiertes Reservierungssystem auf der eigenen Server-Infrastruktur im Hotelkeller.
  • Ein Vermieter verwendet einen cloud-basierten Channel Manager, um die Kalenderverfügbarkeit seiner Ferienwohnung automatisch zwischen Airbnb, Booking.com und seiner eigenen Website zu synchronisieren.

Offizielle Quellen und Referenzen

Häufige Fragen zu Cloud-Software und lokale Installation im Vergleich

Was ist sicherer: Cloud oder lokale Installation?+
Die Sicherheit hängt nicht vom Modell, sondern von der Umsetzung ab. Professionelle Cloud-Anbieter investieren stark in Sicherheitsexperten und Infrastruktur, was für Einzelpersonen oft nicht leistbar ist. Bei einer lokalen Installation liegt die gesamte Verantwortung für Firewalls, Updates und Schutz vor Angriffen bei Ihnen. Ein schlecht gesichertes lokales System ist anfälliger als eine gut geschützte Cloud-Lösung. Prüfen Sie stets die Sicherheitsmaßnahmen des Anbieters.
Welche Kostenstruktur ist typisch für die beiden Modelle?+
Cloud-Software wird typischerweise als Abonnement (monatliche oder jährliche Gebühr) bezahlt, was als Betriebsausgabe gilt. Dies beinhaltet Updates und Wartung. Eine lokale Installation erfordert meist eine hohe einmalige Lizenzgebühr, die als Investition gilt und über Jahre abgeschrieben wird. Hinzu können Kosten für Wartungsverträge, Updates und die eigene Hardware kommen, was die Gesamtkosten schwerer kalkulierbar macht.
Wo werden meine Daten bei Cloud-Software gespeichert und was bedeutet das für die DSGVO/das revDSG?+
Der Speicherort hängt vom Anbieter ab. Für die Einhaltung der Datenschutzgesetze ist dies entscheidend. In Deutschland und Österreich (DSGVO) sollten Sie Anbieter mit Servern im EU/EWR-Raum bevorzugen, da hier ein angemessenes Datenschutzniveau gewährleistet ist. In der Schweiz (revDSG) gelten ähnliche Regeln; der Datentransfer ist unproblematisch in Länder, die der Bundesrat als sicher einstuft, wozu auch die EU-Staaten gehören.
Benötige ich für Cloud-Software immer eine Internetverbindung?+
Ja, für den vollen Funktionsumfang und die Synchronisation von Daten in Echtzeit ist eine aktive Internetverbindung unerlässlich. Das ist besonders wichtig, um Doppelbuchungen zu vermeiden. Einige Anwendungen bieten eventuell einen eingeschränkten Offline-Modus, bei dem Daten lokal zwischengespeichert und später synchronisiert werden. Die Kernfunktionalität einer Cloud-Lösung, der ortsunabhängige Zugriff auf aktuelle Daten, setzt jedoch eine Online-Verbindung voraus.
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