Industrie

Was ist Airbnb?

Zuletzt aktualisiert: 27.07.2026

Airbnb ist ein Online-Marktplatz, der Gastgeber, die Unterkünfte zur Verfügung stellen, mit Reisenden, die eine Bleibe suchen, zusammenbringt. Das Angebot reicht von einzelnen Zimmern über Wohnungen und Häuser bis hin zu einzigartigen Unterkünften wie Baumhäusern oder Hausbooten. Die Plattform agiert als Vermittler, der den gesamten Prozess von der Suche über die Buchung bis zur Zahlungsabwicklung und Kommunikation steuert.

Das Geschäftsmodell basiert auf Servicegebühren, die sowohl von Gästen als auch von Gastgebern bei jeder erfolgreichen Buchung erhoben werden. Durch ein integriertes Bewertungssystem können sich beide Parteien nach dem Aufenthalt gegenseitig beurteilen, was zur Vertrauensbildung innerhalb der Community beiträgt.

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So funktioniert es

Gastgeber erstellen auf der Plattform ein Inserat für ihre Unterkunft. Dieses enthält Fotos, eine Beschreibung der Ausstattung, die Hausregeln, Preise und die Verfügbarkeit. Potenzielle Gäste können die Angebote nach Reiseziel, Datum, Unterkunftstyp und weiteren Kriterien filtern, um eine passende Option zu finden.

Die Buchung und die gesamte Kommunikation erfolgen direkt über die Plattform. Airbnb wickelt die Zahlung treuhänderisch ab: Der Gast bezahlt bei der Buchung, der Gastgeber erhält das Geld jedoch erst nach dem erfolgreichen Check-in des Gastes, abzüglich der Servicegebühr. Dies bietet beiden Seiten eine finanzielle Absicherung, die durch Programme wie Airbnb Aircover zusätzlich gestärkt wird.

Nach Abschluss des Aufenthalts werden Gast und Gastgeber aufgefordert, eine öffentliche Bewertung abzugeben. Diese Rezensionen sind ein zentrales Element des Systems, da sie zukünftigen Nutzern bei ihrer Entscheidungsfindung helfen und die Qualität der Angebote transparent machen.

Warum das wichtig ist

Für Gastgeber und Hausverwaltungen bietet Airbnb Zugang zu einem globalen Publikum von Reisenden und vereinfacht die Verwaltung von Buchungen und Zahlungen, die sich mithilfe einer Airbnb Verwaltungssoftware weiter automatisieren lässt. Die Plattform hat die Sichtbarkeit und Erreichbarkeit von privaten Unterkünften erheblich gesteigert. Gleichzeitig führt die Popularität von Airbnb zu erhöhtem Wettbewerb und einer wachsenden Komplexität bei der Einhaltung lokaler Vorschriften, insbesondere in Bezug auf Steuern, Registrierungspflichten und Nutzungsbeschränkungen in städtischen Gebieten.

Beispiele

  • Ein Gastgeber in Berlin inseriert ein freies Zimmer in seiner Wohnung für 50 € pro Nacht, um sein Einkommen aufzubessern.
  • Eine Hausverwaltung in den Schweizer Alpen nutzt Airbnb, um eine Ferienwohnung während der Skisaison an internationale Touristen zu vermieten.
  • Ein Student in Wien bucht über Airbnb eine Unterkunft für ein Auslandssemester, da er eine möblierte Wohnung für einen festen Zeitraum von vier Monaten sucht.
  • Eine Familie vermietet ihr Haus an der Nordseeküste während ihres eigenen Sommerurlaubs über die Plattform, um die Reisekosten zu decken.

Offizielle Quellen und Referenzen

Häufige Fragen zu Airbnb

Muss ich als Airbnb-Gastgeber im DACH-Raum Steuern zahlen?+
Ja, Einnahmen aus der Vermietung über Airbnb sind grundsätzlich steuerpflichtig. In Deutschland und Österreich unterliegen sie der Einkommensteuer, in der Schweiz der direkten Bundessteuer sowie der Kantons- und Gemeindesteuer. Zudem kann Umsatzsteuer (DE/AT) bzw. Mehrwertsteuer (CH) anfallen, sofern die jeweiligen Umsatzgrenzen überschritten werden. Gastgeber sollten ihre Einnahmen in der Steuererklärung deklarieren und sich über die geltenden Regelungen, wie die Kleinunternehmerregelung, informieren.
Welche rechtlichen Vorschriften gelten für die Kurzzeitvermietung über Airbnb?+
Die Vorschriften sind im DACH-Raum sehr heterogen und hängen stark von der jeweiligen Stadt, Gemeinde und dem Bundesland oder Kanton ab. In Städten wie Berlin oder München gibt es Zweckentfremdungsverbote, die die Kurzzeitvermietung stark einschränken. In Wien oder Hamburg bestehen Registrierungspflichten. In der Schweiz können kantonale Baugesetze oder das Zweitwohnungsgesetz relevant sein. Gastgeber sind verpflichtet, sich eigenständig über die vor Ort geltenden Gesetze zu informieren.
Wie funktioniert die Abführung der Ortstaxe oder Kurtaxe bei Airbnb-Buchungen?+
In vielen, aber nicht allen, Gemeinden und Städten im DACH-Raum zieht Airbnb die lokale Tourismusabgabe (z. B. Kurtaxe, Ortstaxe, Gästetaxe) automatisch vom Gast ein und führt sie an die zuständige Behörde ab. Gastgeber müssen jedoch prüfen, ob für ihre Gemeinde eine solche Vereinbarung mit Airbnb besteht. Falls nicht, sind sie selbst dafür verantwortlich, die Abgabe vom Gast zu kassieren und fristgerecht an die Gemeinde abzuführen. Die letzte Verantwortung verbleibt stets beim Gastgeber.
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