Technologie

Was ist Single Sign-on (SSO)?

Zuletzt aktualisiert: 29.07.2026

Single Sign-on (SSO) ist ein Authentifizierungsverfahren, das es Nutzern ermöglicht, sich mit nur einem einzigen Satz von Anmeldedaten bei mehreren unabhängigen Softwareanwendungen oder Systemen anzumelden. Anstatt sich für jeden Dienst ein separates Passwort merken zu müssen, authentifiziert sich der Nutzer einmalig bei einem zentralen Identitätsanbieter (Identity Provider).

Dieser Anbieter bestätigt die Identität des Nutzers gegenüber den anderen Diensten (Service Provider), ohne die eigentlichen Anmeldedaten preiszugeben. Dies erhöht die Benutzerfreundlichkeit und kann die Sicherheit durch eine zentralisierte Verwaltung von Zugriffsrechten verbessern.

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So funktioniert es

Der Prozess beginnt, wenn ein Nutzer auf eine Anwendung (Service Provider) zugreifen möchte. Die Anwendung leitet den Nutzer zu einem zentralen Anmeldedienst (Identity Provider, IdP) weiter. Dort gibt der Nutzer seine Anmeldedaten ein, falls er nicht bereits angemeldet ist.

Nach erfolgreicher Authentifizierung sendet der IdP eine digitale Bestätigung, oft in Form eines Tokens, zurück an die ursprüngliche Anwendung. Diese Anwendung vertraut der Bestätigung des IdP und gewährt dem Nutzer Zugriff, ohne dass dieser erneut ein Passwort eingeben muss. Dieser Vorgang wiederholt sich für alle an das SSO-System angeschlossenen Dienste.

Warum das wichtig ist

Für Hausverwaltungen und Agenturen vereinfacht SSO die Verwaltung von Mitarbeiterzugängen zu diversen Softwarelösungen wie Property Management Systemen, Channel Managern oder Buchungsmaschinen. Neue Mitarbeiter können schnell auf alle benötigten Tools zugreifen, während die Zugänge ehemaliger Mitarbeiter zentral und sicher entzogen werden. Dies reduziert den administrativen Aufwand, minimiert Sicherheitsrisiken durch geteilte oder schwache Passwörter und verbessert die Effizienz des Teams im täglichen Betrieb.

Beispiele

  • Ein Mitarbeiter einer Ferienhausagentur meldet sich morgens an seinem Firmenkonto (z. B. Microsoft 365 oder Google Workspace) an und hat danach direkten Zugriff auf das Property Management System, das Revenue-Management-Tool und die interne Kommunikationsplattform, ohne sich bei jeder Anwendung separat einloggen zu müssen.
  • Die Anmeldung bei einem Google-Konto, die automatisch auch den Zugang zu Google Drive, Google Kalender und anderen Google-Diensten ermöglicht.
  • Die Nutzung eines Social-Logins wie 'Mit Google anmelden' oder 'Mit Apple anmelden' auf einer Buchungsplattform, um ein Kundenkonto zu erstellen, ohne ein neues Passwort festlegen zu müssen.
  • Einbindung eines zentralen Identitätsanbieters wie Okta, um den Mitarbeitern einer größeren Organisation den Zugriff auf Dutzende interne und externe Dienste mit einer einzigen Anmeldung zu ermöglichen.

Offizielle Quellen und Referenzen

Häufige Fragen zu Single Sign-on (SSO)

Ist SSO dasselbe wie Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)?+
Nein, das sind zwei unterschiedliche Konzepte, die sich aber ergänzen können. Single Sign-on (SSO) dient der Vereinfachung des Anmeldeprozesses für mehrere Dienste durch eine einzige Anmeldung. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) hingegen erhöht die Sicherheit einer einzelnen Anmeldung, indem sie eine zweite Bestätigungsebene erfordert, zum Beispiel einen Code von einer App. Oft wird 2FA zum Schutz des zentralen SSO-Logins verwendet, um die Gesamtsicherheit zu maximieren.
Erhöht SSO nicht das Risiko, wenn das eine Passwort kompromittiert wird?+
Ja, dieses Risiko besteht, da ein kompromittiertes Master-Passwort potenziell Zugang zu allen verbundenen Diensten gewährt. Aus diesem Grund ist es entscheidend, das SSO-Konto besonders gut zu schützen. Dies geschieht typischerweise durch die zwingende Verwendung starker, einzigartiger Passwörter und die Kombination mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Die zentrale Verwaltung ermöglicht es zudem, verdächtige Aktivitäten schneller zu erkennen und den Zugriff sofort zu sperren.
Benötige ich als kleiner Gastgeber mit nur wenigen Ferienwohnungen SSO?+
Für einzelne Gastgeber ist ein dediziertes SSO-System meist nicht erforderlich. Sie profitieren jedoch oft unbewusst von einer Form des SSO, wenn sie sich zum Beispiel mit ihrem Google- oder Facebook-Konto bei verschiedenen Portalen oder Software-Tools anmelden. Für Agenturen oder Hausverwaltungen mit mehreren Mitarbeitern und einem größeren Software-Stack wird SSO hingegen schnell relevant, um Zugänge effizient und sicher zu verwalten und den Arbeitsalltag zu erleichtern.
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