Berichterstattung

Was ist ein Pick-up-Report?

Zuletzt aktualisiert: 29.07.2026

Ein Pick-up-Report ist ein Analysewerkzeug aus dem Revenue Management, das die Zunahme von Buchungen (den „Pick-up“) innerhalb eines bestimmten Zeitraums für eine zukünftige Aufenthaltsperiode misst. Er vergleicht den Buchungsstand zu zwei verschiedenen Zeitpunkten, um die Buchungsgeschwindigkeit und -dynamik sichtbar zu machen.

Der Report beantwortet zum Beispiel die Frage: „Wie viele Zimmernächte wurden in der letzten Woche für den kommenden August neu gebucht?“. Er ist somit ein zentrales Instrument zur Bewertung der Nachfrage und zur Anpassung von Preis- und Marketingstrategien in der Ferienvermietung und Hotellerie.

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So funktioniert es

Um einen Pick-up-Report zu erstellen, wird zunächst ein „Snapshot“ des aktuellen Buchungsstands für einen zukünftigen Zeitraum (z. B. den Monat Juli) an einem Stichtag (z. B. 1. Mai) erstellt. Nach einem definierten Intervall, etwa eine Woche später (am 8. Mai), wird ein zweiter Snapshot angefertigt.

Der Report berechnet dann die Differenz zwischen diesen beiden Momentaufnahmen. Das Ergebnis ist der „Pick-up“: die Anzahl der neu hinzugekommenen Buchungen, der damit verbundene Umsatz oder die gebuchten Nächte. Dieser Prozess wird wiederholt, um die Buchungsentwicklung im Zeitverlauf zu verfolgen.

Warum das wichtig ist

Für Gastgeber und Hausverwaltungen ist der Pick-up-Report entscheidend, um die Wirksamkeit von Maßnahmen zu messen. Steigt der Pick-up nach einer Preissenkung oder dem Start einer Werbekampagne stark an, war die Aktion erfolgreich. Ein geringer Pick-up im Vergleich zu Vorjahren oder Mitbewerbern kann ein Frühwarnsignal für zu hohe Preise oder eine schwache Nachfrage sein und ermöglicht rechtzeitige Korrekturen im Revenue Management.

Beispiele

  • Ein Gastgeber startet eine Rabattaktion für eine Woche. Der Pick-up-Report für die beworbenen Aufenthaltsdaten zeigt 15 neu gebuchte Nächte, verglichen mit nur 3 in der Vorwoche. Dies belegt den Erfolg der Kampagne.
  • Eine Hausverwaltung stellt fest, dass der Pick-up für ein langes Wochenende im September sehr niedrig ist, während Mitbewerber bereits eine hohe Auslastung aufweisen. Dies ist ein klares Indiz dafür, dass die eigenen Preise möglicherweise zu hoch angesetzt sind.
  • Eine Analyse zeigt, dass die meisten Buchungen für die Weihnachtsfeiertage zwischen dem 1. September und dem 15. Oktober eingehen. Diese Erkenntnis wird genutzt, um den Zeitplan für Marketingaktivitäten im Folgejahr zu optimieren.
  • Ein Hotel vergleicht die Pick-up-Raten für verschiedene Zimmerkategorien. Es stellt sich heraus, dass die Suiten kaum gebucht werden, was Anlass gibt, gezielte Angebote für diese Kategorie zu schaffen.

Häufige Fragen zu Pick-up-Report

Worin unterscheidet sich ein Pick-up-Report von einem normalen Belegungsreport?+
Ein Belegungsreport zeigt den statischen Buchungsstand zu einem bestimmten Zeitpunkt für die Zukunft. Der Pick-up-Report hingegen ist dynamisch: Er misst die Veränderung, also die neu hinzugekommenen Buchungen, zwischen zwei Zeitpunkten. Er visualisiert somit die Buchungsgeschwindigkeit, nicht nur das Endergebnis der Belegung.
Wie oft sollte ich einen Pick-up-Report erstellen?+
Die Frequenz hängt von Ihrer Buchungsdynamik ab. In der Hochsaison oder während aktiver Marketingkampagnen kann eine tägliche oder wöchentliche Analyse sinnvoll sein. In der Nebensaison genügt oft ein wöchentlicher oder sogar monatlicher Rhythmus, um langfristige Trends zu erkennen und rechtzeitig reagieren zu können.
Welche Kennzahlen enthält ein typischer Pick-up-Report?+
Typische Kennzahlen sind die Anzahl der neu gebuchten Nächte (für Zimmer oder Ferienwohnungen), der dadurch generierte zusätzliche Umsatz und die durchschnittliche Tagesrate (ADR) dieser neuen Buchungen. Oft werden auch die Stornierungen im selben Zeitraum erfasst, um den Netto-Pick-up zu ermitteln.
Kann ich einen Pick-up-Report auch manuell erstellen?+
Ja, das ist grundsätzlich möglich, aber sehr zeitaufwendig. Sie müssten dazu regelmäßig, zum Beispiel wöchentlich, einen Export Ihrer Buchungsdaten erstellen und die verschiedenen Stände in einer Tabellenkalkulation manuell vergleichen. Ein Property Management System (PMS) oder spezielle Revenue-Management-Software automatisiert diesen Prozess.
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