Was ist das Ein- und Auswintern einer Unterkunft?
Das Ein- und Auswintern einer Unterkunft bezeichnet die Gesamtheit der technischen und organisatorischen Maßnahmen, um eine Ferienimmobilie auf eine längere, saisonale Nichtnutzung (Einwintern) vorzubereiten und sie danach wieder in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen (Auswintern).
Ziel des Einwinterns ist es, das Gebäude und seine Einrichtungen vor Witterungseinflüssen wie Frost, Feuchtigkeit und Schädlingen zu schützen und so teure Schäden zu vermeiden. Das Auswintern stellt sicher, dass die Unterkunft für die Ankunft der ersten Gäste der neuen Saison sicher, sauber und voll funktionsfähig ist.
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von Lodgify
So funktioniert es
Beim Einwintern werden typischerweise Wasserleitungen entleert und der Haupthahn geschlossen, um Frostschäden vorzubeugen. Die Heizung wird auf eine niedrige Frostschutztemperatur eingestellt. Zudem werden Elektrogeräte vom Netz getrennt, verderbliche Waren entfernt und die Unterkunft wird gründlich gereinigt und gegen Schädlingsbefall gesichert.
Das Auswintern im Frühling kehrt diese Schritte um. Wasserleitungen werden gespült und wieder in Betrieb genommen, die Heizung wird hochgefahren und alle technischen Geräte werden auf ihre Funktion geprüft. Eine intensive Grundreinigung und das Lüften aller Räume sind ebenso essenziell wie die Vorbereitung der Außenanlagen für die kommende Saison.
Warum das wichtig ist
Ein fachgerechtes Ein- und Auswintern ist für Gastgeber und Verwalter von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Es verhindert kostspielige Schäden wie geplatzte Wasserrohre, Schimmelbildung oder defekte Geräte und sichert so den Wert der Immobilie. Zudem gewährleistet es einen reibungslosen Start in die Vermietungssaison und trägt durch eine einwandfrei funktionierende Unterkunft maßgeblich zur Gästezufriedenheit bei. Eine sorgfältige Vorbereitung ist ein wichtiger Teil der allgemeinen Instandhaltung.
Beispiele
- Eine Gastgeberin eines Chalets in den Alpen lässt im Oktober die Wasserleitungen von einem Fachbetrieb entleeren, stellt die Heizung auf 8 °C Frostschutz und deckt die Außenmöbel ab.
- Ein Verwalter einer Ferienanlage an der Ostsee führt im März das Auswintern durch: Er spült alle Wasserleitungen zur Vermeidung von Legionellen, nimmt die zentrale Warmwasseraufbereitung wieder in Betrieb und testet alle Rauchmelder.
- Ein Hausmeisterservice dokumentiert beim Einwintern einer Ferienwohnung die Zählerstände von Strom und Wasser, bevor die Hauptversorgung unterbrochen wird, um eine korrekte Nebenkostenabrechnung für die letzte Belegung zu ermöglichen.
- Vor dem Auswintern prüft eine Agentur die Inventarliste, bestellt Ersatz für beschädigtes Geschirr und koordiniert einen Termin für die Fensterreinigung, damit die Unterkunft bei Saisonstart perfekt präsentiert wird.
Häufige Fragen zu Ein- und Auswintern der Unterkunft
Muss ich meine Ferienwohnung einwintern, auch wenn ich sie nur wenige Wochen nicht nutze?+
Was ist der Unterschied zwischen Einwintern und dem regulären Winterdienst?+
Welche versicherungstechnischen Aspekte muss ich beim Einwintern beachten?+
Kann ich die Kosten für das Ein- und Auswintern steuerlich absetzen?+
Verwandte Begriffe
Wartungsplan
Ein Wartungsplan ist ein strukturierter Zeitplan für die regelmäßige, präventive Instandhaltung einer Ferienunterkunft zur Qualitätssicherung und Werterhaltung.
Winterdienst- und Gartenpflicht
Die Winterdienst- und Gartenpflicht bezeichnet die gesetzliche Obliegenheit von Grundstückseigentümern, ihr Eigentum sicher und gepflegt zu halten.
Gebäudeversicherung
Die Gebäudeversicherung schützt Eigentümer vor Kosten durch Schäden am Gebäude selbst, z. B. durch Feuer, Sturm oder Leitungswasser.
Hausmeisterservice
Ein Hausmeisterservice ist ein Dienstleister, der die Betreuung, Instandhaltung und technische Wartung von Immobilien und deren Außenanlagen übernimmt.
